
ein Film von Elliot Tuttle
USA 2026, 84 Minuten, englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
ein Film von Elliot Tuttle
Fetisch-Camboy Aaron Eagle sieht die Chance seines Lebens: Ein anonymer Zuschauer bietet ihm 50.000 Dollar für eine gemeinsame Nacht. Doch an der vereinbarten Adresse erwartet ihn ein vermummter Mann, der Aaron zu einem intimen Interview einlädt, das er per Videokamera aufzeichnet. Es folgen eindringliche, seltsam persönliche Fragen: über Aarons Geburtsort, sein erstes Mal, was seine Tattoos bedeuten. Aaron ist entschlossen, nicht die Kontrolle zu verlieren – doch der Fremde scheint ihn besser zu kennen, als er zuzugeben bereit ist. In dieser Nacht werden die beiden Männer neben ihren Körpern auch ihr Innerstes entblößen müssen. Und sich der Frage stellen, wo ihre moralischen Grenzen verlaufen.
Provokant, furchtlos, ehrlich: „Blue Film“ von Elliot Tuttle ist ein Film über sexuelle Tabus, den Umgang mit den eigenen Perversionen und die nie vergehenden Verletzungen der Vergangenheit. Von vielen Festivals als zu brenzlig abgelehnt, wurde „Blue Film“ von der Kritik fast einhellig gefeiert – und ist in kürzester Zeit zum heiß diskutierten Underground-Kultfilm geworden. Ein vielschichtiger psychologischer Thriller, verstörend, faszinierend und brutal aufrichtig.
„Blue Film“ ist ein Essay über Perversion. Das Publikum wird absichtlich zwischen zwei Figuren gesetzt: einem Fetisch-Cam-Boy und einem verurteilten Pädophilen. Was folgt, ist ihre Auseinandersetzung damit, inwiefern sie mit ihren Mitmenschen in Verbindung treten können – und inwiefern nicht. Dieses Projekt entstand zum Teil als Reaktion auf den Diskurs rund um das Thema Sex im zeitgenössischen Kino – den ich, ehrlich gesagt, als anstrengend empfinde. Einige der großartigen Werke des subversiven Kinos (oder vielmehr der Kunst im Allgemeinen) haben sich mit anzüglichen Details des privaten Sexuallebens befasst und dabei große Wirkung erzielt. Als Künstler wäre ich ohne Pasolini, Bruce LaBruce, Pedro Almodóvar oder Catherine Breillat verloren. Es frustriert mich, dass Sex im zeitgenössischen Film so konzeptuell ist. Ich möchte Sex aus dem konzeptuellen Raum herausholen und dafür sorgen, dass er sich unangenehm, beängstigend und bedeutungsschwer anfühlt. „Blue Film“ ist die Ansammlung privater Gedanken eines ganzen Lebens über Sex, Fetische und Beziehungen.
ELLIOT TUTTLE (Regie & Buch) studierte bis 2022 am Occidental College in Los Angeles, wo er mit einem Abschluss im Bereich Media, Arts & Culture abging. Nachdem er für eine selbstorganisierte Filmreihe während seiner Studienzeit den Independent-Filmemacher Mark Duplass als Gesprächsgast einlud, erkannte dieser das Talent des jungen Regisseurs. Mark Duplass produzierte folgend Elliot Tuttles Podcast-Serie „Lina’s Song“. „Blue Film“, sein erster Spielfilm, hatte seine Weltpremiere beim Internationalen Filmfestival Edinburgh, nachdem er aufgrund seiner kontroversen Thematik bei vielen US-amerikanischen Festivals abgelehnt wurde.
KIERON MOORE (Aaron Eagle) wurde 1996 in Manchester geboren. Ab seinem 10. Lebensjahr war er als Boxer aktiv, beendete seine Karriere aber mit 21, um Schauspiel an der Manchester School of Acting zu studieren. Er ist in verschiedenen TV- und Streaming-Serien zu sehen. „Blue Film“ ist seine erste Hauptrolle in einem Spielfilm.
REED BIRNEY (Hank Grant), geboren am 11. September 1954 in Alexandria, im US-Bundesstaat Virginia, ist ein US-amerikanischer Schauspieler und Produzent. Er studierte am Boston University College of Fine Arts, brach das Studium jedoch ab und zog nach New York, wo er sowohl in Theaterstücken off- und on-Broadway auftrat. Für seine Arbeit wurde er unter mit mehreren Drama Desk Awards ausgezeichnet, mit einem Tony sowie mit einem Film Independent Spirit Award. Seit 2022 ist er Teil der US-amerikanischen Academy of Motion Picture Arts and Sciences.
Regie & Buch
Elliot Tuttle
Kamera
Ryan Jackson-Healy
Schnitt
Zach Clark
Intimitätskoordinator:in
Cutter Ray Palacios
Musik
Isaac Eiger
Kostüm
Anna McGrath
Maske
Pothmolita Dou
Casting
Eléonore Hendricks
Produzenten
Bijan Kazerooni, Will Youmans, Adam Kersh, Waylon Sall
Aaron Eagle
Kieron Moore
Hank Grant
Reed Birney
Eine Produktion von Blindcopy
in Zusammenarbeit mit Fusion Entertainment
im Verleih von Salzgeber