Danke

Danke!

Nach fünf aufregenden Festivaltagen ging gestern das queerfilmfestival zu Ende. Trotz der besonderen Umstände war das Festival ein großer Erfolg: Viele Vorführungen in den 11 Festivalstädten waren ausverkauft. In einigen der 15 beteiligten Kinos mussten sogar Zusatzvorführungen angesetzt werden. Und auch das parallele Streaming-Programm erfreute sich großer Beliebtheit. Wir danken allen Kinobetreiber_innen, unseren Freund_innen und Partner_innen für die engagierte Unterstützung – und natürlich allen Zuschauer_innen für Ihr Vertrauen und die geteilte Leidenschaft für das queere Kino!

KINO

Futur Drei

ein Film von Faraz Shariat

Parvis wächst als Kind der Millennial-Generation im komfortablen Wohlstand seiner iranischen Einwanderereltern auf. Dem Provinzleben in Hildesheim versucht er durch Popkultur, Grindr-Dates und Raves zu entfliehen. Nach einem Ladendiebstahl leistet er Sozialstunden als Übersetzer in einer Unterkunft für Geflüchtete. Dort trifft er auf das iranische Geschwisterpaar Banafshe und Amon. Zwischen ihnen entwickelt sich eine fragile Dreierbeziehung, die zunehmend von dem Bewusstsein geprägt ist, dass ihre Zukunft in Deutschland ungleich ist.

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Kino

Port Authority

ein Film von Danielle Lessovitz

Auf den Treppen zum New Yorker Busbahnhof Port Authority tanzen Wye und ihre Geschwister Vogue. Paul ist gerade in New York gestrandet und beobachtet die junge Frau. Magisch angezogen von ihrer Schönheit und Eleganz, wagt er den ersten Schritt. Und Wye nimmt ihn mit: in die Ballroom-Community und zu ihrer queeren Wahlfamilie, ihrem House. Als Paul realisiert, dass Wye trans ist, muss er seine eigenen Vorstellungen von Identität und Geschlecht hinterfragen – und eine Entscheidung treffen.

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Wolke

Port Authority: Interviews & Photocall mit Danielle Lessovitz & Cast

„Port Authority“ taucht in die energiegeladene Welt der New Yorker Ballroom-Szene ein. Bei der Premiere in Cannes erzählten Regisseurin Danielle Lessovitz und ihre Darsteller_innen vom langen Entstehungsprozess des Films – und machten den Roten Teppich kurzerhand zur Tanzfläche.

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Kino

Baby Jane

ein Film von Katja Gauriloff

Jonna ist gerade zum Studium nach Helsinki gezogen und taucht voller Abenteuerlust in das pulsierende Nachtleben ein. In einer queeren Bar lernt sie Piki kennen – und ist sofort fasziniert von der geheimnisvollen Frau mit der dunklen Stimme. Piki eröffnet Jonna ein ganzes Universum neuer Erfahrungen.

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Kino

Are We Lost Forever

ein Film von David Färdmar

Hampus und Adrian trennen sich nach einer jahrelangen Beziehung. Hampus empfindet vor allem Erleichterung: Zu oft wurde er von seinem Ex verletzt und enttäuscht. Doch Adrian trauert tief und weiß nicht, wie er ohne Hampus weiterleben soll. Selbst als beide neue Partner finden, kann Adrian seine große Liebe nicht vergessen …

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Wolke

Vier Fragen an David Färdmar („Are We Lost Forever“)

David Färdmars schwuler Liebesfilm „Are We Lost Forever“ läuft in unserem Hauptprogramm. Im Videointerview mit uns erzählt David, warum er seinen Film mit dem Ende einer Beziehung beginnen lässt, wie er seine einnehmenden Darsteller gefunden hat und was die Popsängerin Sandra mit all dem zu tun hat.

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Wolke

Ein Kurzfilm von David Färdmar

„Are We Lost Forever“, der in unserem Hauptprogramm läuft, ist der erste Spielfilm des schwedischen Drehbuchautors und Regisseurs David Färdmar. Zuvor hat David den Dokumentarfilm „No Tears Behind the Camera” (2013) gedreht – und zahlreiche Kurzfilme. Der mehrfach ausgezeichnete „My Name Is Love“ aus dem Jahre 2008 wurde auf 70 Festivals gezeigt und ist mit der späteren Oscar-Preisträgerin Alicia Vikander („The Danish Girl“) hochkarätig besetzt. Hier könnt Ihr „My Name Is Love“ in voller Länge ansehen.

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Gleichung mit einem Unbekannten

ein Film von Dietrich de Velsa

Ein Mann cruist mit seinem Motorrad durch Paris. Heimlich beobachtet er zwei Fußballspieler in einer Umkleidekabine beim Sex. Er driftet von einer Gruppenorgie zur nächsten. Realität und Traum verschwimmen. Explizit, sinnlich und voller Melancholie.

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Wolke

Gleichung mit einem Unbekannten: Eine Liebeserklärung von Yann Gonzalez

„Gleichung mit einem Unbekannten“ (1980) galt jahrezehntelang als verschollen. Bis Regisseur Yann Gonzalez („Messer im Herz“) sich der Sache annahm und den berühmt-berüchtigten französischen Kunstporno restaurieren ließ. In diesem Zusammenschnitt einiger (noch unbearbeiteter) Originalaufnahmen erklärt er seine Liebe für Dietrich de Velsas erotisches Meisterwerk.

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Kino

Neubau

ein Film von Johannes M. Schmit

Sommer in der Uckermark. Markus ist hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu seinen pflegebedürftigen Omas und der Sehnsucht nach einem anderen Leben in Berlin. In Tagträumen erscheint ihm eine Schar schillernder Dämonen als Vorboten einer queeren urbanen Wahlfamilie. Als er sich in Duc verliebt, wird alles noch komplizierter. Denn eigentlich stehen in Markus’ Neubauwohnung schon die gepackten Kisten für den Umzug in die große Stadt.

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Kino

Bohnenstange

ein Film von Kantemir Balagov

Leningrad 1945: Die faschistische Belagerung ist vorüber, doch der tägliche Überlebenskampf geht weiter. Iya, eine hagere und hochgewachsene junge Frau, hat den kleinen Sohn ihrer Freundin Masha durch den Krieg gebracht. Doch Iya leidet unter Schockstarren, und bei einem Anfall geschieht ein tragisches Unglück. Als Masha in die zerstörte Stadt zurückkehrt und vom Tod ihres Sohnes erfährt, verlangt sie von Iya, das sie ihre Schuld begleicht …

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Wolke

Bohnenstange: Q&A mit Kantemir Balagov

„Bohnenstange“ erzählt von der ambivalenten Liebesbeziehung zwischen zwei Soldatinnen im Leningrad des Jahres 1945. Bei seiner Premiere in Cannes wurde der Film von der Kritik gefeiert und mit dem Regie-Preis der Sektion „Un certain regard“ ausgezeichnet. In zwei Q&As in New York und Santa Barbara gibt Regisseur und Drehbuchautor Kantemir Balagov Einblicke in seine Inspirationen und die abenteuerliche Entstehung des Films.

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Kino

Im Stillen laut

ein Film von Therese Koppe

Erika und Tine sind beide 81 und seit über 40 Jahren ein Paar. Zusammen leben und arbeiten sie auf dem Kunsthof Lietzen in Brandenburg – und blicken auf ein bewegtes Stück gemeinsame Geschichte zurück. Mit ihrer Neugier und Offenheit stellen Erika und Tine alles in Frage, das Vergangene und das Bestehende.

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Wolke

Videobotschaft von Erika Stürmer-Alex und Christine Müller-Stosch

In ihrem Dokumentarfilm „Im Stillen laut“ porträtiert Therese Koppe die 81-jährigen Künstlerinnen Erika Stürmer-Alex und Christine Müller-Stosch, die seit über 40 Jahren ein Paar sind und auf dem Kunsthof Lietzen zusammenleben und -arbeiten. Dem queerfilmfestival schicken Erika und Christine eine hinreißende Videobotschaft.

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Wolke

Queeres Kino aus Deutschland

Gleich drei Filme aus unserem Hauptprogramm kommen aus Deutschland. So unterschiedlich das dokumentarische Porträt „Im Stillen laut“, der Coming-of-Age-Film „Futur Drei“ und das Entwicklungsdrama „Neubau“ auf den ersten Blick sein mögen, gibt es doch große Gemeinsamkeiten: Alle drei Filme sind in Kollektiven entstanden oder handeln davon, erzählen von Zugehörigkeit, Herkunft und Gemeinschaft – und liefern entschlossene Gegenentwürfe zu einem konventionellen, nicht-heterosexuellen, nicht-diversen Kino. Wir haben die Filmemacher_innen Therese Koppe, Faraz Shariat und Tucké Royale zum Online-Panel eingeladen. Ein Gespräch über Heimat, postmigrantische Erzählperspektiven, die Provinz als queerer Lebensraum und Neue Selbstverständlichkeiten.

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Benjamin

ein Film von Simon Amstell

Sieben Jahre hat Benjamin an seinem zweiten Spielfilm gearbeitet: einem autobiografischen Drama über Liebe und Einsamkeit, in dem er selbst die Hauptrolle spielt. Am Vorabend der Premiere lernt er in einer Bar den charismatischen französischen Sänger Noah kennen und fühlt sich wie magisch zu ihm hingezogen. Doch ist Benjamin gerade jetzt, wo seine Karriere auf der Kippe steht, bereit für die wahre Liebe?

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Kino

Adam

ein Film von Rhys Ernst

Der 16-jährige Adam besucht seine lesbische Schwester in New York und hat große Erwartungen: Er will sich das erste Mal verlieben oder zumindest endlich Sex haben! Auf einer queeren Party funkt es zwischen ihm und der Studentin Gillian. Doch die glaubt, dass er ein trans Mann ist. Und Adam traut sich einfach nicht, das Missverständnis aufzuklären …

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Wolke

Adam: Interviews mit Rhys Ernst & Cast

„Adam“ erzählt vom Gefühlschaos in der LGBTIQ*-Szene Brooklyns. Premiere feierte Rhys Ernsts Coming-of-Age-Komödie auf dem Sundance Film Festival. Wir haben die schönsten Interviews mit dem Regisseur, seinen Hauptdarsteller_innen und Produzent James Schamus zusammengestellt.

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Kino

Moffie

ein Film von Oliver Hermanus

Südafrika 1981, zur Zeit der Apartheid: Wie alle weißen jungen Männer muss auch Nicholas Van der Swart seinen zweijährigen Militärdienst leisten, um das Regime vor der Bedrohung durch den Kommunismus und die „Schwarze Gefahr“ zu verteidigen. Dass Nicholas schwul ist, darf niemand wissen, denn wer in der Truppe als „moffie“ erkannt ist, wird brutal schikaniert und gequält. Doch dann verliebt sich Nicholas in seinen Kameraden Dylan …

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Wolke

Moffie: Blicke hinter die Kulissen

Oliver Hermanus erzählt in „Moffie“ vom Überlebens- und Befreiungskampf eines jungen schwulen Soldaten im Südafrika des Jahres 1981. Seit seiner Premiere in Venedig wurde das Kriegs- und Liebesdrama auf zahlreichen Festivals gefeiert. Hier findet Ihr Blicke hinter die Kulissen des intensiven Enstehungsprozesses.

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Kino

Eine total normale Familie

ein Film von Malou Reymann

Die 11-jährige Emma hat immer gedacht, dass ihre Familie wie alle anderen ist. Bis ihr Papa Thomas sich eines Morgens als trans outet und erklärt, dass er von nun an als Frau leben möchte. Während aus Thomas nach und nach die elegant gekleidete Agnete wird, verändert sich auch die Beziehung zwischen Vater und Tochter. Und Emma lernt, dass vielleicht gerade Veränderung das ist, was „ganz normal“ ist.

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Die Starken

ein Film von Omar Zúñiga

Lucas weiß noch nicht so recht, wo er im Leben hinwill. Bevor er sein Architekturstudium in Montreal beginnt, besucht er noch einmal seine Schwester, die in einem abgelegenen Fischerdorf im Süden Chiles lebt. Ausgerechnet hier im Nirgendwo verliebt sich Lucas in den attraktiven Hafenarbeiter Antonio. Damit die Beziehung der beiden introvertierten jungen Männer eine Chance hat, müssen sie über sich hinauswachsen.

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Wolke

Vier Fragen an Omar Zúñiga (Die Starken)

Omar Zúñiga erzählt in „Die Starken“ von der Liebe zweier introvertierter Männer an der rauen Küste Chiles. Wir haben Omar gefragt, wie er den magischen Drehort seines ersten Spielfilms und seine beeindruckenden Hauptdarsteller gefunden hat, warum sein Liebesdrama eigentlich „Die Starken“ heißt und welche Filme ihn am meisten inspiriert haben

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Kino

Minjan

ein Film von Eric Steel

David stammt aus einer russischen Einwandererfamilie und nimmt als guter Sohn regelmäßig an den Gottesdiensten seiner jüdischen Gemeinde teil, um das Quorum zu erreichen. Doch als Junge, der auf andere Jungs steht, fühlt er sich von den strengen Regeln seiner Community mehr und mehr eingeengt. Ausgerechnet die Nachbarn seines Großvaters, ein älteres schwules Paar, lassen ihn die Möglichkeiten von homosexueller Liebe erahnen – aber auch die plötzliche Vergänglichkeit allen Lebens. David beginnt, sein Begehren in den Bars und Clubs des East Village zu erkunden.

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Fünf Fragen an Eric Steel („Minjan“)

Der New Yorker Filmemacher Eric Steel erzählt in seinem Debütfilm „Minjan“ vom sexuellen Erwachen eines jüdisch-russischen Jugendlichen im Brooklyn des Jahres 1986. Zu seinem beeindruckenden Debütfilm haben wir Eric fünf Fragen gestellt.

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Herz aus Dynamit

ein Film von Camila Urrutia

Claudia und ihre Freundin María rasen auf einem Motorrad durch die Straßen von Guatemala City. Nach einem Abend auf dem Rummel werden die beiden brutal von drei Männern angegriffen. Claudia will weit weg, die große Stadt hinter sich lassen und mit María ein neues Leben beginnen. María hat einen anderen Plan: Sie will Vergeltung …

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Herz aus Dynamit: Online-Panels mit Camila Urrutia

In ihrem Liebes- und Rachedrama „Herz aus Dynamit“ zeigt Camila Urrutia zwei junge Frauen, die sehr unterschiedlich auf eine gemeinsame Gewalterfahrung reagieren. Im Rahmen des South by Southwest Film Festivals 2020, das Corona-bedingt nicht in üblicher Form stattfinden konnte, spricht sie in zwei Online-Sessions mit dem Programmer Jim Kolmar über ihren Film.

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Kino

Der Prinz

ein Film von Sebastián Muñoz

Chile 1970. Am Ende einer durchzechten Nacht ersticht der 20-jährige Jaime seinen heimlich begehrten besten Freund. Im Gefängnis landet er in einer Gruppenzelle, die vom gefürchteten Potro geführt wird, den alle nur „den Hengst“ nennen. Potro wird Jaimes Beschützer und macht ihn zu seinem neuen „Prinzen“, erwartet dafür aber Loyalität und sexuelle Unterordnung. Die „schwarze Liebe“ zwischen den beiden erfüllt Jaimes Bedürfnis nach Zuneigung und Zugehörigkeit. Doch dann entbrennt im Knast ein brutaler Machtkampf.

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Lola und das Meer

ein Film von Laurent Micheli

Lola ist 18, hat pinke Haare und macht gerade ihr Diplom als Veterinär-Assistentin. Als ihre Mutter Catherine stirbt, sorgt ihr Vater Philippe dafür, dass sie die Trauerfeier verpasst. Vor zwei Jahren hat Philippe den Kontakt zu ihr abgebrochen, weil er das Trans-Outing „seines Sohns“ nicht akzeptieren konnte. Doch Lola ist entschlossen, ihrer Mutter den letzten Wunsch zu erfüllen: Catherine wollte unbedingt an der belgischen Küste beigesetzt werden – und zwar von Philippe und Lola zusammen. Widerwillig machen sich Vater und Tochter auf die gemeinsame Reise.

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Wolke

Lola und das Meer: Interviews mit Laurent Micheli, Mya Bollaers und Benoît Magimel

Lola und ihr Vater hatten seit zwei Jahren keinen Kontakt mehr, weil der nicht akzeptieren kann, dass „sein Sohn“ trans ist. Regisseur Laurent Micheli schickt seine beiden Hauptfiguren auf einen emotionalen Roadtrip an die belgische Küste. In zwei Interviews geben Laurent und das Hauptdarsteller_innen-Duo Einblicke in die Entstehung des Films.

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Lonely Wolves – Kurzfilmprogramm

Ein Bär läuft auf und ab, während der andere einfach dasitzt – aber was hat das mit einer Arbeiterin zu tun, die sich verliebt? Was bedeutet es, in einen Käfig gesperrt zu sein, festzusitzen in Körpern, Gender, Begehren, Identitäten – und letztlich auszubrechen? Diese fiktionalen, dokumentarischen und experimentellen Kurzfilme zeigen die Stärke, die darin liegt, wenn sich einsame Wölfe trotz der Angst vor Zurückweisung hervorwagen, und die Kraft, die Menschen in Begegnung und politischer Gemeinschaft finden.

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Monika Treut über New York und das andere Amerika

Die Hamburger Regisseurin Monika Treut gilt als Veteranin des queeren Low-Budget-Films. Nach ihrem bahnbrechenden Debütfilm „Verführung: Die grausame Frau“ (1985) ging Monika Mitte der 1980er Jahre in die USA und drehte dort mit „Die Jungfrauenmaschine“ (1988), „My Father Is Coming“ (1991) und „Gendernauts“ (1999) weitere Schlüsselfilme des nicht-heterosexuellen Kinos. Für das queerfilmfestival erinnert sie sich an ihren alten Sehnsuchtsort und „Candy Store“ New York – und jenes andere, progressive Amerika, dessen Errungenschaften selten gefährdeter waren als in den vergangenen Jahren. Ein kämpferisches Gespräch über legendäre Drag-Bars und S/M-Clubs, bezahlbare Mieten, unvergessliche Begegnungen und eine Stadt voll queerer Power.

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Buddies

ein Film von Arthur J. Bressan Jr.

Der 25-jährige schwule Schriftsetzer David will etwas gegen die Aids-Epidemie tun und meldet sich bei einem Community-Programm an, das „buddies“ an Menschen vermittelt, die von HIV betroffen sind. So lernt er den 32-jährigen Aktivisten Robert kennen, der nach seiner Erkrankung von Partner und Freunden im Stich gelassen wurde. In einem kleinen Krankenhauszimmer reden die zwei jungen Männer über ihr Leben, die richtige Haltung zum Schwulsein, über leidenschaftlichen Sex und die Angst vor dem Tod.

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Saturday Church

ein Film von Damon Cardasis

Ulysses ist 14, lebt in der Bronx und hat gerade seinen Vater verloren. Als seine strenggläubige Tante beobachtet, wie er heimlich High Heels und Nylons anprobiert, wirft sie ihn aus dem Haus. Er flüchtet zur „Saturday Church“, einer Gemeinschaft von queeren Jugendlichen und Transgender-Sexworkerinnen, die sich einmal pro Woche in einer nahegelegenen Kirche trifft. Hier kann er endlich so sein, wie er möchte.

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Concussion

ein Film von Stacie Passon

Abby ist 42, Ehefrau einer erfolgreichen Anwältin, Mutter zweier Kinder, Freundin anderer Vorort-Hausfrauen – und gelangweilt. Durch Zufall stößt sie auf einen Sexdienst von Frauen für Frauen, bei dem sie unerwartet von einer Kundin zu einer Anbieterin wird. Plötzlich befindet sich Abby in zwei unvereinbaren Welten, was spätestens dann skurrile Ausmaße annimmt, als sich eine Nachbarin auf ihr Angebot meldet.

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Wolke

New York, New York: Interview mit Ira Sachs

Ira Sachs gilt als einer der profiliertesten unanabhängigen Filmemacher über das New York von heute und der vergangenen 25 Jahre. Drei seiner Filme spielen hier, zwei davon sind in unserer Retro zu sehen: „Keep the Lights On“ (2011) erzählt eine tieftraurige schwule Liebesgeschichte im New York der späten 90er, „Little Men“ (2016) handelt von der engen Freundschaft zwischen zwei Jungs im Brooklyn der Gegenwart – und von der um sich greifenden Gentrifizierung, die die Beziehung der beiden gefährdet. Mit Andreas Struck spricht er über sein eigenes Werk, die weiteren Filme unserer Retrospektive – und über New York als sich ständig wandelnder queerer Lebensraum.

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Keep The Lights On

ein Film von Ira Sachs

Über eine Telefon-Dateline lernt der Filmemacher Erik Ende der 1990er den jungen Anwalt Paul kennen. Nach dem Sex lässt er seine Telefonnummer da. Nach dem zweiten Mal fragt Paul, ob Erik nicht über Nacht bleiben will. Ein paar Wochen später hat Paul seine Freundin verlassen und die beiden ziehen zusammen. Über die nächsten neun Jahre verläuft die Beziehung stürmisch und unvorhersehbar – und wird immer wieder von Pauls Cracksucht auf harte Proben gestellt. Die beiden können nicht mit- und nicht ohneeinander leben.

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Little Men

ein Film von Ira Sachs

Nach dem Tod des Großvaters zieht der 13-jährige Jake mit seinen Eltern von Manhattan nach Brooklyn in das alte Haus des Opas. Dort freundet er sich mit dem gleichaltrigen Tony an, dessen Mutter eine Schneiderei im unteren Stockwerk betreibt. Obwohl die Jungs kaum unterschiedlicher sein könnten, sind sie sofort unzertrennlich. Doch als Jakes Eltern die Ladenmiete erhöhen wollen, um sie den Preisen des Viertels anzupassen, kommt es zum Streit mit Tonys Mutter. Der Konflikt der Eltern stellt die Freundschaft zwischen Jake und Tony auf eine harte Probe.

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Bizarre

ein Film von Étienne Faure

Aus dem Nichts taucht der junge Franzose Maurice plötzlich in Brooklyn auf. Er streift ziellos durch die Straßen, bis er Kim kennenlernt, die mit ihrer Freundin Betty das „Bizarre“ betreibt. Sie bietet Maurice ein Zimmer und einen Job an. Und so taucht er ein in die verrückte, verruchte Burlesque-Welt des Clubs mit dessen Sexshows und freizügigen Angeboten. Der androgyne Kellner Luka verliebt sich in ihn, Maurice selbst schleppt den attraktiven Boxer Charlie an, jede Nacht wird zum Tag.

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Five Dances

ein Film von Alan Brown

Vier begnadete Tänzer proben mit ihrem Choreografen das Eröffnungsstück eines Festivals. Unter ihnen der schüchterne Chip, 18 Jahre, gerade erst mit einem Stipendium aus der Provinz nach New York gekommen. Nur langsam findet er Anschluss an die Gruppe erfahrener Tänzer. Konkurrenzkampf, erotische Spannung und körperliche Anstrengung steigern sich bald zu einer aufgeheizten Choreografie.

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Becks

ein Film von Elizabeth Rohrbaugh & Daniel Powell

Nach der schmerzhaften Trennung von ihrer Freundin zieht die Folk-Musikerin Becks von Brooklyn zurück in ihre Heimatstadt St. Louis. Doch erst mal ist sie damit beschäftigt, mit ihrer strenggläubigen Mutter die Fronten der sexuellen Freiheiten zu klären und etwas Geld mit Gitarrenunterricht zu verdienen. Ihre erste Schülerin ist Elyse, die Frau von Becks’ früherem Klassenkameraden Mitch. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich eine Beziehung, die Elyses bisherigen Lebensentwurf ins Wanken bringt …

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Jamie und Jessie sind nicht zusammen

ein Film von Wendy Jo Carlton

Jamie sitzt auf gepackten Koffern in Chicago, weil sie endlich ihre Schauspielkarriere in New York in Angriff nehmen will. Ihre Mitbewohnerin Jessie kriegt Panik, weil sie glaubt, dass sie in Jamie verliebt ist. Hals über Kopf verabredet sie sich mit anderen Frauen, um Jamie eifersüchtig zu machen. Ihre Strategie geht auf – aber ganz anders, als sie sich das vorgestellt hat.

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The Four-Faced Liar

ein Film von Jacob Chase

Trip und Bridget haben zusammen eine WG im West Village. Trip ist zwar mit Chloe zusammen, aber mit der Treue nimmt er es nicht so genau. Bridget sortiert ihre weiblichen Dates nach Wochentagen, da sie sowieso nur eine Nacht bleiben. In ihrer Lieblingskneipe „The Four-Faced Liar“ treffen die beiden eines Abends Molly und Greg, ein eher konservatives Paar, das gerade erst nach New York gezogen ist. Als Molly und Bridget plötzlich und unerwartet ein Paar werden, bricht in der gerade erst neu entstanden Clique Chaos aus.

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Liebestod auf Long Island

ein Film von Richard Kwietniowski

Schriftsteller Giles De’Ath ist ein Schöngeist, wie er im Buche steht. Das ändert sich schlagartig, als er aus Versehen in eine Kinovorstellung der amerikanischen Teenie-Komödie „Hotpants College 2“ gerät und sich unsterblich in den Hauptdarsteller Ronnie Bostock verliebt. De’Ath fängt an, Fotografien seines Schwarms aus Magazinen auszuschneiden und wird zum Videotheken-Stammgast. Als sein besorgter Agent zu einem Urlaub rät, bucht De’Ath eine Reise nach Long Island, um sein ahnungsloses Idol zu treffen. Eine tragikomische Beziehung nimmt ihren Anfang.

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Die Florence Foster Jenkins Story

ein Film von Ralf Pleger

Florence Foster Jenkins konnte überhaupt nicht singen. Dennoch macht die selbsternannte Operndiva im New York der 1920er Jahre in ausgefallenen Kostümen und mit hemmungsloser Hingabe unaufhaltsam Karriere. Sie wird von Fans verehrt und bricht 1944 mit ihrem legendären Auftritt in der Carnegie Hall alle Verkaufsrekorde.

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